Wolkenfrei Podcast: Wie Tiere uns lehren mit dem Herzen navigieren

Wolkenfrei Podcast: Wie Tiere uns lehren mit dem Herzen navigieren

Wolkenfrei Podcast | Vanessa Reif | Seelenkater | Tamara Schenk

 

Ich hatte das Vergnügen, in Vanessa Reif’s Wolkenfrei-Podcast zu Gast sein zu dürfen, und unser Gespräch ging am 5. März live!

Vanessa ist Trauerbegleiterin für Tierhalter. Und sie die Gründerin der Villa Anima e.V., ein Hospiz für Katzen. Da es in meinem Buch „Seelenkater“ sowohl um seniore Kater geht als auch um die Reise ins Regenbogenland von Max und Howy, hatten wir eine große Schnittmenge an Themen!

Vanessa hatte sich einige Passagen im Buch markiert, über die wir dann gesprochen haben!

Mich hat unser Gespräch sehr berührt. Und ich mir sicher, auch Dich wird es sehr berühren und vielleicht auch inspirieren!

Viel Freude mit dieser Podcast Episode!

 

Hingabe–Flix’ Fokus

Hingabe–Flix’ Fokus

Hingabe | Seelenkater Tamara Schenk

Hingabe–das ist in einem Wort Flix‘ momentaner Fokus. Flix gibt sich dem Prozess seiner letzten Lebensphase ganz bewusst hin. Er ist weiterhin in Akzeptanz dessen, was geschieht und er geht den Prozess sehr, sehr bewusst.

Flix nimmt nach wie vor alle seine Kateraufgaben wahr

Seine Aufgaben hat er immer schon sehr ernst genommen. Das fängt damit an, dass er uns morgens wecken kommt, dass es eine erste Schmuserunde auf der Bettdecke gibt. Obwohl er nun sehr, sehr schlank ist und an den Hinterbeinchen auch Muskulatur verloren hat, trainiert er sich nach wie vor selbst. Er geht nicht nur morgens die Treppe rauf, um uns zu wecken. Nach seinem Vormittagsschlaf geht er auch mittags öfters rauf, manchmal mehrmals hintereinander, um sich umzusehen und ab und an ein weiteres Nickerchen auf dem Bett zu machen. Während er früher vehement mehrere Stufen auf einmal genommen hat, geht er nun meist sehr bewusst, Stufe für Stufe hoch. Stetig. Zielstrebig. Sich nur nichts anmerken lassen…

Er schreitet auch weiterhin mehrmals täglich sein Territorium ab, geht durch die Räume und prüft, ob alles so ist wie es sein soll. Bei diesen Rundgängen durchs Wohnzimmer geht er auch immer bei Max und Howy vorbei, und er schaut sich auch seinen Seniorenkratzbaum an. Er springt aber nicht mehr rauf, auch nicht auf die unterste Ebene. Es ist nicht mehr wichtig. Das Thema Kratzbaum hat er für sich bereits abgeschlossen. Nicht wehmütig, sondern einfach nur sehr bewusst. Er ist sehr, sehr klar mit all seinen Entscheidungen.

Er weiß genau was er will und was er nicht mehr will

Wir hatten dann mal wieder Besuch von unserer mobilen Tierärztin. Einmal nach Flix sehen, Blutdruck und Gesamtbefinden. Er kannte die Hausbesuche ja nun schon, und war recht entspannt als er untersucht wurde. Der Blutdruck war wie zu erwarten, recht stramm. Sein Zahnfleisch sah nicht wirklich gut aus. Sie empfahl, Blut abzunehmen, um zu sehen, ob er mit einem Schmerzmittel unterstützt werden konnte. Das machte für mich erstmal Sinn.

Nun, ich hatte natürlich vorab mit ihm gesprochen, und den Besuch unserer mobilen Tierärztin angekündigt. Ich hatte aber eine Blutentnahme nicht mit ihm verhandelt…

Und so kam es dann auch, dass mein Seelenkater Flix losbrummte und sich vehement mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung standen, wehrte als wir die Aktion Blut abnehmen in Angriff nehmen wollten. Ich höre bei so was in ihn hinein, und entscheide dann spontan–für ihn. Er wollte das nicht. Nein. Das konnte ich deutlich spüren. „Nein. Ich will das nicht“ sagte er zu mir.

Ok, ich habe verstanden. Wir haben diese Aktion dann abgebrochen. Wir sollten nochmals eine andere Enzymzahnpaste versuchen, um damit seinem Zahnfleisch zu helfen und den Zahnstein zu lockern. Klar. Machen wir.

Er braucht vieles nicht mehr…und manches doch

Ich hatte das Thema Blutabnahme dann noch mal mit ihm besprochen und es ihm erklärt. „Es bringt uns nichts,“ sagte er. Stimmt. „Du weißt, dass meine Nierenwerte schlecht sind. Und dass meine Zähne nicht gut sind.“ Ja, da hatte er recht. Ich sagte, nun ja, aber wir könnten sehen, wie wir dir besser helfen können, wenn Du Schmerzen hast.“ „Ich brauche nicht mehr „mehr“ auf meinem Weg. Ich brauche weniger.“ Wow…

Diese Klarheit. Diese Akzeptanz. Und dabei dieser innere Frieden. Dieses Vertrauen, das er in uns hat. Ich habe ihm wieder versprochen, dass er seinen Weg so gehen kann wie er es möchte.

Er bekommt weiterhin seine täglichen Infusionen, er bekommt ebenfalls täglich Solidago angeboten, wobei er es des Öfteren stehen lässt. Und er bekommt regelmäßig eine Bioresonanz-Therapie. Seine Blutdrucktabletten, nun ja, er nimmt sie ungefähr alle zwei Tage. Nicht ideal. Aus unserer Sicht. Aber anscheinend das richtige für ihn.

Und ich mache jede Woche ein Aura Clearing für ihn, um sicherzustellen, dass seine Lebensenergie so frei wie nur irgend möglich fließen kann, dass etwaige Blockaden gleich wieder aufgelöst werden. Diese Clearings genießt er immer sehr.  Dabei werden auch seine Zellen zur höchstmöglichen Energiefrequenz aktiviert.

Hingabe–das ist es worauf er sich fokussiert

Hingabe | Seelenkater Tamara SchenkDiese Liebe, diesen Frieden, den er in jedem Moment ausstrahlt. Es ist eine Art Hingabe. Er gibt sich bewusst dem Prozess der letzten Phase seines irdischen Lebens hin. Bewusst nimmt er seine körperlichen Veränderungen wahr. Er sich sehr bewusst darüber, dass er schwächer wird. Er urteilt nicht. Er nimmt die Situation an wie sie ist. Er gibt sich dem Prozess hin. „Es ist alles ein Teil meines Prozesses,“ sagt er.

Ich kann mich nur jeden Moment verneigen, vor der inneren Größe, der Weisheit und Reife meines geliebten Flix. Er ist so klug. So im Frieden. Mit sich. Mit uns. Trotz seiner Zipperlein, in seinem Prozess der Abreise im stolzen Alter von geschätzten 21 Jahren.

Denn ja, das ist es. Sein Sterbeprozess. Dieser Prozess wenn die Seele sich vorbereitet, den Körper hinter sich zu lassen, beginnt lange bevor wir Menschen ihn für „akut“ halten. Er beginnt dann, wenn wir eine unheilbare Krankheit haben, die sich in einer sehr fortgeschrittenen Phase befindet und unsere Lieblinge deutlich abbauen.

Noch mehr als früher genießt er jede Kuschelrunde mit einem von uns. Wir nehmen uns oft extra Zeit für ihn, für uns und genießen wir das alle zusammen.

Zeit. Vertrauen. Liebe. Das sind nach wie vor die Werte, die ihm am allerwichtigsten sind.

Was ich neu von ihm gelernt habe, ist seine Fähigkeit, sich seinem Sterbeprozess hinzugeben, diesen Prozess sehr bewusst zu gehen, so wie er eben ist. Auch wenn’s mal hier kneift und dort ächzt im Gebälk. Er klagt nicht. Er ist im Moment. Er ist in vollständiger Akzeptanz. Selbst-bestimmt.

Ich liebe ihn aus tiefstem Herzen, meinen Flix. Wieder darf ich mit ihm so viele Dinge lernen. Von ihm. Mit ihm. Gemeinsam. Unser Weg. DANKE!

 

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Buch-Rezension „Über die kleinen Wunder in der Mensch-Tier-Beziehung“

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Buch-Rezension Cat-News

Ich freue mich von Herzen über diese super schöne Buch-Rezension „Über die kleinen Wunder in der Mensch-Tier-Beziehung“ auf Cat News – Das Magazin für Menschen mit Katzen.

Besonders schön finde ich die Formulierung „…gleichzeitig macht es [das Buch] Hoffnung darauf, dass echte Verbundenheit Bestand für die Ewigkeit haben kann.“

„Für viele Menschen gehören Katzen ganz klar zur Familie dazu. Der Autorin und Katzenliebhaberin Tamara Schenk geht es da nicht anders. Ihr Buch „Seelenkater“ ist ein Buch über die Mensch-Tier-Beziehung über alltägliche Grenzen hinweg: Es ist ein Buch des Abschiednehmens, doch gleichzeitig macht es Hoffnung darauf, dass echte Verbundenheit Bestand für die Ewigkeit haben kann.“

Lust zum weiterlesen? Dann clicke hier.

 

 

Flix‘ Wünsche – Vertrauen. Liebe. Zeit.

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Flix | Seelenkater

Was gibt es Neues von Flix? Wie geht es ihm? Bekommt er bald wieder Gesellschaft? Und wie alt ist er denn nun wirklich?

Ich freue mich sehr über Eure Anteilnahme und Eure lieben Fragen zu Flix. Lasst mich heute mal gesammelt darauf antworten.

Flix geht es gut und er trifft Entscheidungen

Wie meine ich das? Nun, Flix trifft Entscheidungen für sich selbst, und er übernimmt Verantwortung für sich und sein Leben.

Wir hatten nun also vor ein paar Wochen Besuch von unserer mobilen Tierärztin. Er kennt sie ja bereits. Und ihr wisst sicherlich auch, dass er vor einigen Wochen in einem Gespräch mit der lieben Kerstin kundgetan hat, dass er nicht mehr zum Tierarzt möchte. Ok, lieber Flix, dann kommt im Falle eines Falles eben der Tierarzt zu Dir.

Sie kam also, wir haben uns erst über Flix‘ allgemeines Befinden unterhalten, bevor wir zu ihm sind. Als Flix sie sah, hättet ihr seinen Blick mir gegenüber sehen müssen. „Wie? Was soll das? Ich hatte doch gesagt, kein Tierarzt mehr!“ Eine sehr direkte Chefkateransage!

Ja, lieber Flix, du wolltest nicht mehr hingebracht werden müssen. Also kommt sie zu Dir. Es geht doch nur ums Blutdruck messen. Dennoch hat er sich erst mal in die Situation reingesteigert, was er ja recht gut kann…

Wie also fast schon zu erwarten, war sein Blutdruck viel zu hoch. Die Empfehlung der Tierklinik im Herbst, sein Amodip auf eine ¾ Tablette zu erhöhen, wäre also theoretisch schon sinnvoll gewesen.

Unsere mobile Tierärztin bestätigte das auch so. Sie kennt aber auch Flixchen, seine Weisheit, und dass er ganz genau weiß was er wann braucht und was er eben nicht (mehr) braucht. Wir haben vereinbart, dass ich es ihm weiterhin anbiete, und ihm etwas davon unters Futter mische, damit er wenigstens etwas davon bekommt. Ansonsten war sie sehr zufrieden mit Flixchen’s Zustand in seinem doch betagten Alter, vor allem auch mit der Tatsache, dass er seine täglichen Infusionen nach wie vor gut annimmt.

Flix ist nach wie vor ganz Chefkater

Also, Flixchen hat sich dann wieder abgeregt nach dem Besuch der mobilen Tierärztin. Und er hat im Nachgang dessen seinen Therapieplan weitergehend überarbeitet und für sich optimiert. Ja, das meine ich genauso, er hat ihn für sich optimiert. Ihr werdet gleich verstehen, warum…

Dass er seinen Blutdrucksenker, wenn überhaupt, nur in niedriger Dosierung nehmen wollte, das kannten wir ja schon. Er hat dann auch seine täglichen SUC-Gaben weitergehend analysiert und kam zu dem Schluss, dass er das auch nicht mehr täglich braucht. Vielmehr sind wir nun auf dem Stand, dass er nur das Solidago daraus möchte. Diese Phase hatten wir schon mal, vor ein paar Jahren.

Heilpilze sind nach wie vor momentan anscheinend nicht hilfreich für ihn. Allerdings nimmt er alle paar Tage seine TCM Geriatrie-Tabletten gemörsert in Schleck-Creme.

Wir sind nun also auf einem Stand mit täglichen Infusionen, Ipakitine als Phosphatbinder im Nassfutter, nahezu täglich sein Solidago. Ab und an sein Zahnpflegepulver. Und gefühlt jeden zweiten Tag sein Amodip. Ja, und das war es auch schon.

Letzte Woche hatte Flixchen seine Bioresonanz-Sitzung mit Tom. Er hat seinen Allgemeinzustand geprüft. Ja, und dabei zeigte sich was sehr Interessantes. Zum einen, dass er eine sehr niedrigen Puls hat. Anscheinend können Blutdrucksenker auch den Puls runterfahren. Und das war Flixchen wohl zu viel des Guten. Und deswegen hat er wohl auch angefangen, seine Amodip-Dosierung selber nach unten anzupassen und mir dazu zu vermitteln. Schlaues Kerlchen, kann man da nur sagen. Hut ab!

Zum anderen kam raus, dass er wohl eine Tendenz zu Wasser in der Lunge hat. Er braucht also die Flüssigkeit der Infusion, hat aber wohl auch Schwierigkeiten, die Flüssigkeit im Körper zu verteilen. Also wurden die Frequenzen, die ihn dabei unterstützen, auf seine Globuli geprägt. Und diese nimmt er alle paar Tage zu sich. So wie er es eben braucht!

Flix‘ Alter

Nun, er wurde vom Tierheim Mainz auf das Geburtsjahr 2000 geschätzt. Er ist nun also offiziell im 21. Lebensjahr. Wie auch immer, ob er nun 17, 18 oder 21 ist, Flixchen ist ein sehr betagter Senior, soviel steht auf jeden Fall fest. Kein „Opi“ oder so; nein so will er unter keinen Umständen genannt werden. Und seit dem 10. Januar 2021 ist er schon sechs Jahre bei uns!

Er hält tapfer seine 2,5 kg Gewicht. Ja, er ist schon sehr schlank und rank. Und viel wird nicht gefressen; aber wenn muss es auf jeden Fall Futter mit Sauce sein, oder eben seine geliebten TroFu Stückchen. Er bekommt also sehr hochwertiges Nassfutter mit Sauce, ein Seniorfutter in Sauce, und ja, eben etwas Trockenfutter.

Diejenigen, die das Buch bereits gelesen haben, werden sich erinnern, wie lange ich dran gearbeitet hatte, ihn vom Trockenfutter auf hochwertiges Nassfutter umzustellen. Dennoch hat er seine Vorliebe für das Knacken von Tro-Fu-Stückchen immer beibehalten. Als Leckerlis eben.

Nun, er ist wie gesagt, ein betagter Senior. Und ganz ehrlich, ich bin froh, um jeden Bissen, den er zu sich nimmt. Auch das darf er selber entscheiden. Wir halten das Gleichgewicht ganz gut durch seine Infusionen. Auch das sah seine Tierärztin entspannt. In seinem Alter sind wir einfach froh, dass er was frisst. Dann darf es auch sein geliebtes Trockenfutter sein.

Bekommt Flixchen wieder einen Kumpel?

Ja, gute Frage! Wir ihr wisst, sagte er ja kurz nach Howy’s Tod, das Howy seinen Platz sicher wieder schnell besetzen wolle. Ich hatte dann im Oktober/November auch unbedingt das Gefühl, dass ich mich umschauen sollte. So kam es, dass wir uns umgesehen haben, uns beiden ist die gleiche Katze im Tierheim Hanau ins Auge gefallen.

Die Nachfrage ergab jedoch, dass sie bereits vermittelt war. Ok, dann sollte es nicht sein. Dann haben wir uns weiter umgeschaut und beschlossen, einfach mal ins Tierheim zu fahren. Wir haben einen total süßen getigerten Kater mittleren Alters kennengelernt, der uns direkt auf dem Schoß saß.

Doch, ihr ahnt es schon, es kam anders. Dieser Kater war eigentlich eine Katze, die bereits reserviert war und dann auch ausgezogen ist.

Ok. Ich habe verstanden. Es soll gerade nicht sein. Howy ließ mich wohl diese Runde drehen, damit ich es auch wirklich verstanden habe. Als wir dann für uns klar hatten, dass es momentan anscheinend nicht sein sollte, hat sich Flixchen sichtbar entspannt. Richtig entspannt. Es ist alles gut, so wie es jetzt ist.

In Flixchen’s hohem Alter und mit seinen körperlichen Einschränkungen durch das Vestibularsyndrom, wäre es nicht unbedingt fair, ihn mit einer anderen Katze, wenn auch mit einer älteren Katze, zu konfrontieren. Als Howy kam, war er fast vier Jahre jünger, und wie ihr wisst, war es ihm sehr wichtig, dass Howy ihn als Chefkater respektierte. Das wäre nun nicht mehr so einfach für ihn, durchzusetzen. Diesen Stress braucht er wirklich nicht. Und am allerwichtigsten. Flix will es nicht. Nicht mehr.

Vertrauen. Liebe. Zeit.

Das ist es was Flix sich wünscht. Das sagte er mehrfach genau so, erstmalig im Gespräch mit der lieben Kerstin. Und genau so machen wir das, lieber Flix!

Vertrauen in ihn und seine Entscheidungen. Vertrauen, dass wir ihn auf seinem Weg begleiten, so wie er es möchte.

Liebe. Unsere gegenseitige Liebe, die alles trägt, die uns trägt.

Zeit. Zeit mit ihm. Zeit mit uns. Zeit füreinander. Zeit für meinen Weg. Zeit, die er mir gibt, so dass ich auf meinem Weg ankommen kann.
Danke, mein lieber Flix!

 

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Flix’ Nierenkrise, die Dritte

Flix’ Nierenkrise, die Dritte

Flix Nierenkrise die Dritte | Seelenkater

Flix‘ Nierenkrise, die Dritte! Falls Du die „Seelenkater“ schon gelesen hast, hast Du Flix‘ Nierenkrisen, die erste und zweite, bereits mit erlebt. Und auch, wie vollkommen unterschiedlich beide verlaufen sind.

Seit ein paar Wochen haben wir mit Flix‘ Nierenkrise, der dritten, zu tun!

Es begann Ende September, als er ganz schleichend weniger gefressen hat. Ich habe dann mit ihm einen Kontrolltermin in der Tierklinik ausgemacht. Wir hatten ja seit genau einem Jahr keine Blutwerte mehr machen lassen. Aus guten Gründen, denn es ging ihm über lange Phasen sehr gut. Außerdem wollte ich Wort halten und ihm nach seinen Klinikstress anlässlich der zweiten Nierenkrise im Hersbt 2019, erst mal Ruhe geben.

Tierarzttermin Anfang Oktober

Ich habe ihm per Tierkommunikation erklärt, dass wir einen Tierarzttermin mit Blutabnahme haben werden. Und ich habe nochmal in das Kliniktrauma vom vergangenen Jahr hineingefühlt und letzte Reste desselben aufgelöst. Also, wir waren gut vorbereitet!

Flixchen war sehr tapfer. Natürlich musste er sofort losbrummen, als es ans Blutdruck messen ging. Er durfte währenddessen auf meinem Schoß sitzen bleiben, und war sehr konzentriert bei der Sache. Ich konnte fühlen und sehen, wie bereits jemand, der außen am Sprechzimmer vorbeiging, seinen Blutdruck nach oben schnellen ließ. Er beruhigte sich dann, und sein Blutdruck kam wieder in die für ihn normalen Regionen. Alles gut, sein Amodip musste in der Dosierung erstmal nicht verändert werden.

Dann ging’s ans Blutabnehmen. Ich habe drauf bestanden, dass nicht an einem der Hinterbeine hantiert werden solle, sondern vorne. Falls Du Dich noch dran erinnerst, ein Teil des Kliniktraumas, das er mit der zweiten Nierenkrise entwickelte, hatte damit zu tun, dass er einen Venenkatheter an einem Hinterbeinchen bekommen hatte, was ihm sehr unangenehm war. Also, Flix war sehr tapfer, und hat sich relativ problemlos am Vorderbein Blut abnehmen lassen. Natürlich musste er weiterhin brummen, aber das kannten wir ja alle schon.

Dann ging’s ans Wiegen, und seine Tierärztin und ich sind, ehrlich gesagt, sehr erschrocken: 2,5 kg. Das heißt, dass er über die letzten Monate etwas mehr als 200 g abgenommen hatte. Bei einem kleinen Kater wie Flix war das doch recht viel. Bei Howy hatte ich jede Veränderung sehr schnell mitbekommen, da er ein viel kürzeres Fell hatte. Bei Flixchen’s leicht buschigem Fell war es ungleich schwieriger, kleinste Veränderungen sofort wahrzunehmen. Klar war mir aufgefallen, dass er schlanker um die Hüften wurde, aber dass es in der Summe gleich 200 g waren, nein, damit hatte ich nicht gerechnet.

Warten auf die Blutergebnisse – wir müssen infundieren

Kurz darauf rief mich unsere Tierärztin an. Leider waren Flix‘ Nierenwerte so schlecht wie letztes Jahr, als er für drei Tage in der Klinik war. Und so schlecht wie vor fünf Wochen. Damit ihr es einordnen könnt, wir waren im IRIS Stadium III (von IV) einer CNI. Also durchaus nicht unkritisch. Eines war klar: Klinik machen wir auf keinen Fall mehr. Auch meine Tierärztin schlug vor, ihn zu Hause zu infundieren, 50 ml pro Tag, um ihn nicht wieder einem solchen Stress auszusetzen.

Wenige Tage später war ich wieder in der Klinik und unsere Tierärztin zeigte mir genau, wie ich Flix infundieren konnte. Ich hatte mich vorher schon in unserer CNI-Facebook-Gruppe schlau gemacht, was ich alles brauchen würde, und wie das vonstatten ging. Wir haben da Videos und jede Menge Informationen und Erfahrungen.

Meine Tierärztin empfahl uns Ringerlactat Lösung für ihn wegen der Elektrolyte. Ich brauchte dann noch eine 50 ml Spritze, einen sog. „Spike,“ der auf die Infusionsflasche drauf kommt und sie so luftdicht abschließt, und außerdem ermöglicht, dass man die Spritze direkt aufsetzen und aufziehen kann. Eine prima Lösung! Gerade für Infusions-Anfänger wie mich!

Also, mit Daumen und Mittelfinger ein Zelt bilden, um den Bereich zu ermitteln, wo man mit der Butterfly-Kanüle einstechen sollte. Du erinnerst Dich vielleicht an meine Erfahrungen mit den Vitamin-B12-Sritzen bei Howy…. Nun ja, RIngerlactat war einfacher! Viel einfacher. Und Flix war kein Zappelphilipp! Also kaum war die Nadel drin, langsam, SEHR langsam mit der Infusion vorgehen. Alles klar. Theoretisch. Ich durfte dann unter Anleitung üben und wir haben es dann hinbekommen. Aber, ich würde Hilfe benötigen. Flixchen war zwar sehr kooperativ, aber eine helfende, haltende Hand war doch schon wichtig.Wir würden das also zu zweit machen müssen.

Übung macht den Meister, auch beim Infundieren

Ich gebe zu, ich habe etwas Zeit und noch mehr Übung gebraucht, um das gut hinzukriegen. Heute, nach fünf Wochen Infusion geht es sehr flüssig von der Hand, was sowohl Flix als auch mich und Michael weit weniger stresst. Inzwischen lege ich die Spritze zuvor noch kurz in kochendes Wasser, so dass die Flüssigkeit nicht nur Zimmertemperatur, sondern sogar Körpertemperatur hat. Das findet Flixchen deutlich angenehmer. Also, wir haben nun unseren Weg gefunden.

Er bekam natürlich seine seit Jahren bestehende Nierentherapie weiter: täglich SUC, Cordyzeps/ABM Heilpilze, einen leichten Phosphatbinder ans Futter, und Nierentonikum, um seinen Appetit anzuregen. Und Bioresonanz. Futtertechnisch war Flixchen schon immer eine Herausforderung. Kurz und gut, er bekam hochwertiges Seniorennassfutter, und ein, zwei Nierenfuttersorten, weil er sie mochte.

Flix bekamen die Infusionen gut. Sein Fell glänzte wieder mehr, und er fühlte sich besser. Seon Blick war wieder viel klarer. Aber, mehr gefressen hat er nur an sehr wenigen Tagen. Sobald dann ein oder zwei schlechte Fresstage dazukamen, war es sehr schwer bis unmöglich, das wieder auszugleichen.

Flix verändert seine Gewohnheiten

Nicht nur veränderte sich sein Gesundheitszustand, sondern auch seine Verhaltensweisen. War er zu Howy’s Zeiten und lange nach Howy’s Tod viele Stunden des Tages im Schlafzimmer gewesen, so verbrachte er nun fast seine ganze Zeit bei mir im Arbeitszimmer, oder bei Michael. Auch nachts blieb er nun meist da. Aber, er kam morgens hoch, um uns zu wecken. Das war ihm sehr wichtig.

Ich hatte seit gut einem Jahr einen sehr flauschigen weißen Teppich in meinem Arbeitszimmer. Den liebt er sehr. Außerdem war da „meine Ecke,“ von wo aus ich Tiergespräche, Aura und Karma Clearing aus machte, sowie alle Seelenarbeiten für Mensch und Tier. In dieser Ecke, viel mehr in der Energie dieser Ecke, fühlte er sich ausgesprochen wohl. Genau das wurde sein Lieblingsplatz.

Er teilte sich seine Kräfte ein. Das war ganz klar zu erkennen. Er schonte seine Ressourcen. Und er entwickelte wieder Vorlieben, die wir seit Jahren überwunde glaubten. Er kam ja als Trockenfutter Junkie zu uns. Und das Umgewöhnen auf hochwertiges Nassfutter dauerte einige Monate. Seitdem gab es Trockenfutter nur noch als Belohnung. Zeitweise interessierte ihn nicht mal mehr das.

Der Trockenfutter Junkie meldet sich zurück

Nun aber stand Trockenfutter wieder hoch im Kurs. Je mehr infundiert wurde, je mehr schien er das mit Trockenfutter auszugleichen. Obwohl die Flüssigkeit sich in seinem Körper sehr schnell erteilte und aufbrauchte. Ich prüfte das am nächsten Tag vor jedem neuen Infundieren nach. Immer war die Flüssigkeit des Vortages komplett aufgebraucht.

Nun ja, er war geschätzte zwanzig Jahre alt. Wir beschlossen, dass er fressen soll, was er möchte. Wenn nierentauglich, umso besser. Zumindest konnte ich sein Trockenfutter auf nierentauglich umstellen. Wir hantierten mit mindestens fünf Sorten Nassfutter und ebenso vielen Trockenfutter Sorten, da wie bei CNIchen durchaus üblich, das Befinden und der Appetit jeden Tag anders ist.

Kontrolle Mitte November

Ein kurzer Tierarzttermin. Einmal Blut abnehmen bei Flix. Warten auf die Ergebnisse. Ich war so positiv, dass sich seine Werte wenigstens etwas verbessert hatten. Leider nein. Seine Nierenwerte waren nahezu unverändert. Wow, das war wie ein leichter Schlag in die Magengrube für mich, das muss ich ehrlich zugeben. Was würde das nun für uns bedeuten?

Also, seine Therapie musste angepasst werden: Ich solle das Amodip erhöhen, den Blutdrucksenker. Je ausgeglichener der Blutdruck, umso besser für die Nieren. Das erste Mal überhaupt war nun sein Phosphatwert erhöht. Also musste ich den Phosphatbinder in der Menge ebenfalls anpassen. Mir wurde sogar ein anderer empfohlen. Den mochte Flixchen aber überhaupt nicht. Also schied der gleich wieder aus. SUC und Heilpilze solle er weiterhin bekommen, wenn er es denn wolle.

Und 70 ml statt 50 ml sollte er nun täglich infundiert bekommen. OK, wir haben auch das versucht. Aber Flixchen beschloss, dass ihm das zu viel ist. Ab ca. 60 ml drückte er deutlich seinen Widerwillen aus. Und ich finde es wichtig, das Signal zu respektieren.

Loslassen. Langsam in Liebe loslassen. Das heißt es.

Er ist an der Zeit, dass ich mich damit abfinde, dass auch mein geliebter Flix nun langsam abbaut. Seit ich weiß, dass wir die CNI so nicht mehr aufhalten oder gar gedreht kriegen, wie die vorigen Male, macht sich Klarheit breit. Klarheit ist wichtig. Klarheit ist hilfreich. Klarheit eröffnet neue Perspektiven! Wir gehen nun in eine andere Phase mit Flix.

Zudem kam in der Bioresonanz wiederholt die Lunge hoch. Die Lunge ist das Trauerorgan in der TCM. Auch aus meinem Aura Clearing Protokoll weiß ich, dass genau hier die Trauer sitzt. Im Herz Chakra.

Also habe ich einige Clearings mit Flixchen gemacht, um ihm auf diese Weise zu helfen. Eines gilt es nicht zu unterschätzen. Er hat einmal sein zu Hause verloren, dann hat er seinen Freund Max verloren, und dann seinen Freund Howy. Es ist mehr als verständlich, dass Trauer ein Thema für ihn ist. Auch nach Max‘ Tod schon habe ich ihm diesbezüglich geholfen. Und Tom hatte damals seine Lunge akupunktiert.

Er hat immer wieder losgelassen und sein Herz Chakra frei bekommen. Er ist ein großer Kämpfer. Auch jetzt. Und er hat diese gelassene Klarheit. Er ist in Akzeptanz der Dinge wie sie sind. Das bewundere ich sehr an ihm!

Mir war und ist immer sehr wichtig, dass er weiß, dass er gehen kann, wenn er will. Ich habe ihm das oft gesagt in Tiergesprächen, dass ich ihn über alls liebe, dass ich ihn aber nicht festhalte, dass er gehen kann, wenn er es möchte.

In einem sehr berührenden Tiergespräch, das die liebe Kerstin Kowalczyk mit Flix küzlich führte, sagte er mit sehr viel Klarheit, dass er sich seiner schwindenden Kräfte sehr bewusst ist. Dass man manche Dinge nicht ändern könne, auch wenn man es wolle. Dass er sich drei Dinge wünscht mit uns: Zeit. Liebe. Vertrauen.

Genauso gehen wir nun jeden Tag an: mit ZEIT, LIEBE und VERTRAUEN.